#7 Sensibilität und Nachrichten sind eine schwierige Mischung


Wie Nachrichten mich zum Weinen bringen

Ziemlich früh habe ich mitbekommen, dass mich so einiges recht stark betrifft.
Ich kann mich zum Beispiel richtig gut in die anderen hinein fühlen, oder wenn ich jemanden leiden sehe, fühl ich mich tiefst traurig und leide mit, auch wenn ich den Menschen gar nicht kenne.

Ich bin nämlich sehr sensibel was Trauer, Kummer, Naturkatastrophen, Leiden und Schmerz oder auch Mangel an Fairness, Mobbing und ähnliches angeht.

Momentan ist es wirklich nicht einfach für jemanden wie mich. Jeden Tag berichtet die ganze Welt über Corona-Tode, und es trifft mich. Abgesehen davon, dass ich auch in der Familie bereits Todesfälle habe, trifft mich es jedes Mal, wenn ich die Zahlen sehe. Am besten möchte ich all das ausblenden, aber irgendwie muss ich mich auch informieren.

Es wurde von vielen Menschen als Schwäche abgestempelt. Das Weinen wurde dann auch oft nicht ernstgenommen.
Ich hab mich früher immer dafür geschämt.
Aber mit der Zeit hab ich gelernt, das zu akzeptieren. Das ist aber gar nicht so einfach, denn so ziemlich alles was nicht den gewöhnlichen Normen entspricht, ist dann quasi nocht in Ordnung. Und ich hab mich dann auch nicht in Ordnung gefühlt.

Das Gute daran ist: Wenn ich so tief empfinden kann, kann ich mich auch stark freuen über Dinge, die mir Freude bringen, weil mein Gefühlsspektrum so breit gefächert ist. Und ich glaube, das überwiegt. Ja, ich weine sehr oft, und mir wird oft vorgeworfen, dass ich nah am Wasser gebaut bin. Aber who cares – unterschiedliche Menschen machen die Welt so schön!

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